mainMenu:history,founder,trustees,president,leadership,idea,houour,achievement,study,alumni,campus,statistics
TKU logo About TKU title ::: Site Map|Statistiken|Home
slogan
back to TKU homepage

:::Content

Auf dem Weg zur Fünften Welle der Tamkang Universität

historical picture1

Clement C. P. Chang
Gründer der Tamkang University

Die rapide Expansion der höheren Bildung hat zu einer Angleichung der ehedem sehr unterschiedlichen Bildungsniveaus geführt und damit die Praxis der höheren Bildung verändert. Was einst für eine kleine Elite gedacht war, ist zu einer Option für alle geworden. Dies hat Konsequenzen. Die Zielstellung der höheren Bildung kann sich nicht mehr auf die Bildung und Kultivierung einer Elite konzentrieren. Sie muss aktiv den Wünschen und Bedürfnissen der Allgemeinheit entsprechen. Um hier dennoch eine gewisse Kontinuität zu bewahren, ist es wichtig für eine Universität, sich ihres kulturellen Erbes, ihres Herkommens und ihrer Mission bewusst zu sein und darauf aufbauend dann zu planen, wie die zukünftige Entwicklung gestaltet werden soll.

Die Tamkang Universität mit ihren nunmehr vier Campus-Anlagen, dem Tamsui Campus, dem Taipei Campus, dem Lanyamg Campus und dem Cyber Campus, hat sich in den 62 Jahren ihrer Geschichte in vier Phasen entwickelt. Auf die Gründungsphase folgte eine Phase der Positionierung und Zielfindung, darauf aufbauend eine Phase der Anhebung des Niveaus in allen relevanten Sektoren, gefolgt von einer Phase der Transformation. In diesen vier Schritten hat sich Tamkang aus einem Junior College von ausschließlich regionaler Bedeutung zur führenden Privatuniversität in Taiwan entwickelt. Die fünfte Phase, in der wir uns gegenwärtig befinden, zielt darauf ab, Tamkang zu einer Universität von internationaler Bedeutung zu entwickeln. Leitend sind dabei hohe Ideale, zusammen mit modernsten Begriffen kontinuierlicher Innovation. Tamkang versteht sich als Ort der Kultivierung von Talenten  nicht nur im professionell akademischen Sinne, sondern im Sinne ganzheitlicher Bildung. Beachtung finden dabei die innere Haltung, mit der man an Herausforderungen herangeht, aber auch Intelligenz, die Befähigung zur Zusammenarbeit, Schönheit und auch die Erhaltung eines gesunden Körpers durch sportliche Aktivitäten. Formelhaft kann man diese Zielstellung zusammenfassen als Bestreben nach höchsten Leistungen, das aber die Seele nicht vergisst.

Die amerikanische Pädagogin Barbara Miller hat darauf hingewiesen, wie bedeutsam für jede Universität von Rang die Organisation ihrer Verwaltung ist. Pädagogische Zielstellungen lassen sich institutionell nur umsetzen, wenn eine Verwaltung dahintersteht, die es vermag, Strategien und Entwicklungspläne unter den jeweils gegebenen Bedingungen Schritt für Schritt Wirklichkeit werden zu lassen. Die Tamkang Universität trägt dem Rechnung. Sie verfügt über eine Verwaltung, die intern und dem jeweiligen Sachbereich entsprechend vier unterschiedliche Verfahren der Entscheidung einsetzt, das kollegiale, das bürokratische, das politische und das am Markt orientierte Verfahren.

Trotz der Erfolge, die Tamkang errungen hat, und trotz der Stärke und Kompetenz ihrer Verwaltungsstruktur, hat sich auch die TKU verstärkt mit dem „Mathew Effekt“ auseinanderzusetzen. Gemeint ist damit die Tatsache, dass bekannte Universitäten auf Grund ihrer Reputation rund um die Welt zunehmend an Einfluss gewinnen. Dies hat zur Folge, dass sie über immer mehr Mittel verfügen und sich damit der Abstand zu weniger bekannten Universitäten kontinuierlich vergrößert.

Tamkang strebt an, in die Liga der weltweit bekannten und anerkannten Universitäten aufzurücken. Zur Orientierung greift man bei diesem Bestreben auch auf einige der Begriffe zurück, die Clark Kerr in der fünften Auflage seines Buches The Users of the University vorgelegt hat. Nach Kerr leben wir im Zeitalter des Fuchses, für das ein Höchstniveau an Konkurrenz, an Wandel und Transformation charakteristisch sei. Um in dieser Lage zu bestehen, so Kerr, sei es unverzichtbar, sowohl die pädagogischen Kernziele herauszustellen als auch das kulturelle Erbe, auf das man baut. Daran anknüpfend gehe es darum, neue Aktionsfelder zu identifizieren, die durch den Wandel der Zeiten entstehen, interne und externe Ressourcen so eng wie möglich zu verknüpfen, ständig auf erforderliche Anpassungen zu achten und die besonderen Schwerpunkte sowohl zu entwickeln als auch herauszustellen, für die man zu stehen gedenkt.

Diesen Anregungen folgend ist Tamkang darum bemüht, globale Trends im Bereich der höheren Bildung rechtzeitig zu erkennen und entsprechende Prozesse der Anpassung einzuleiten. Im Geiste unsers Leitspruchs „Einfachheit, Wahrhaftigkeit, Festigkeit, Beständigkeit“ müssen wir die tiefere Bedeutung der Kultur Tamkangs bekannt machen und die Besonderheiten unserer Universität weiter herausarbeiten, um so das Profil der TKU auf dem globalen Marktplatz der höheren Bildung nachhaltig zu etablieren. Alle „Tamkangianer“ werden ihre Anstrengungen verdoppeln, um dies zu erreichen und damit die fünfte Entwicklungsphase zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.

 

autograph
Clement C. P. Chang
Gründer der Tamkang University