50 Jahre Zentrum für Sehbehinderte – Studierende anleiten, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken

Post Date: 2019/12/11
Das Ressourcenzentrum für Sehbehinderte führte vom 15. bis 18. Oktober anlässlich seines 50. Jahrestages in der Schwarzer-Schwan-Ausstellungshalle die Veranstaltung “50 erfolgreiche Jahre – hoffnungsvoll in die Zukunft blicken” durch. An der Eröffnungsfeier am 15. Oktober nahmen neben dem früheren Exekutivsekretär der Sonderpädagogischen Gruppe des Erziehungsministeriums Han Jisui die Schriftleiterin der Nationalbibliothek Taiwans und Leiterin eines Projektes für körperlich und geistig Behinderte Cai Meiqian, der Angestellte des Ressourcenzentrums Liao Jingxing und der Mitarbeiter des Aquisitions- und Katalogisierungsteams Que Shiying teil. Die Studierenden der Chinesischabteilung Huang Jingteng und Chen Weichen begleiteten die Feier mit Klavier und Trompete und erhielten herzlichen Applaus.
Zheng Dongwen, Direktor des Ressourcenzentrums für Sehbehinderte, dankte seinen Kollegen für ihr Engagement und verlieh der Hoffnung Ausdruck, dass sich alle Besucher aktiv beteiligen würden, damit sie die Arbeit des Ressourcenzentrums noch besser verstehen könnten. Han Jisui betonte, dass die Tamkang-Universität die erste Universität in Taiwan gewesen sei, die Studienplätze für sehbehinderte Studierende sowie die dafür erforderlichen Ressourcen und Hilfeleistungen zur Verfügung gestellt habe.
Die Ausstellungshalle war in eine „Retrospektivausstellung” und eine „Erlebniszone” unterteilt. Neben Kunstwerken von Studierenden und retrospektiven Videos gab es einen Bereich, in dem man sich durch Simulationen in die Situation blinder Menschen versetzen lassen konnte konnte und man konnte sich von Sehbehinderten massieren lassen. Zusätzlich ermöglichten es mehrdimensionale Touchbilder, die in Zusammenarbeit der Nationalbibliothek mit dem Nationalen Palastmuseum entstanden waren, sehbehinderten Personen die Schönheit von Gemälden zu erleben und kulturelle Gleichheit zu verwirklichen. Darüber hinaus gab es am 16. Oktober die Veranstaltung „Mein ständiger Begleiter – Erfahrungsbeichte von Blindenhundbesitzern”, am 17.10. die Aufführung „Blinde Mädchen singen live” und am 18.10. den Vortrag „Der gegenwärtige Stand und die Herausforderungen beim Umgang mit Tablet-Computern und digitalen Lehrbüchern durch sehbehinderte Studierende in Japan” von Professor Yasushi Nakano von der japanischen Keio-Universität.
Der Exekutivsekretär des Ressourcenzentrums für Sehbehinderte und Präsident der Qiming-Gesellschaft Hong Ximing erklärte, dass das Ressourcenzentrum behinderte Studierende nach besten Kräften beim Lernen unterstütze. „Ihre Erfolge zu sehen, erinnert mich daran, dass Geben seliger als Nehmen ist, es spornt meine Bereitschaft zu helfen an und ermahnt mich, das Leben zu genießen.” Für Yang Shenghong, einen Alumnus der Geschichtsabteilung, ist die warmherzige Unterstützung, die er während seiner Studienzeit von Seiten der Lehrer erfuhr, unvergesslich. Er ermutigte die Studierenden, ihre Träume zu verfolgen. „Das Umfeld an der Tamkang-Universität bietet behinderten Studierenden zahlreiche Möglichkeiten, denn wann immer man seinen Träumen nachjagen möchte, wird man von den Lehrkräften dabei tatkräftig unterstützt.” Kurator Lin Minghui sagte: „Ich hoffe, dass diese Retrospektive zum 50. Jahrestag - im Gegensatz zur Vergangenheit - nicht nur das Jubiläum zelebriert, sondern dass Lehrerkräfte und Studierende der Universität durch die Ausstellung einen umfassenden Eindruck von der Arbeit des Ressourcenzentrums erhalten und verstehen, dass das Ressourcenzentrum nicht nur sehbehinderten Schülern dient, sondern eine Vielzahl von Diensten für Studierende mit verschiedensten Behinderungen anbietet.”
He Ruoxuan, Masterstudent der Lateinamerika-Studien, war von der Ausstellung sehr berührt und bewunderte die Fähigkeiten der Sehbehinderten. „Als ich die Hilfsmittel ausprobierte, und erlebte, wie es ist, nicht sehen zu können, wurde mir bewusst, wie wichtig die Hilfsmittel und ihre Verlässlichkeit sind. Nach dem Besuch der Ausstellung habe ich das Gefühl, dass die blinden Schüler zwar nicht mit den Augen sehen können, aber mit ihren Herzen blicken sie tiefer als Menschen mit gesunden Augen.”

icon_IE Web Link
back